• Ich glaube, bei "uns alten Säcken" gibt es von 40 bis 50 keine großen Veränderungen mehr. Drum meine ich, dass dieses Zeitfenster passt.


    Ich habe meine Diagnose mit 45 Jahren erhalten, nachdem ich schon als Kind eher "Alien" als Teil der Gesellschaft war.

    Dem folgte eine fürchterliche Schulzeit, mit permanenten Sprüngen von Note 1 zu Note 5 und wieder zurück, was die Lehrer darin bestärkte, dass ich ja einfach nur faul sei.


    Mich "verstanden" habe ich erst mit ca. 25 Jahren, als ich meine vielen besonderen Fähigkeiten gezielt einsetze konnte. Die Karriere war dann steiler als das Matterhorn und...

    -ihr ahnt es-es durch

    … nach dem Gipfel ging es steil Berg ab. Burnout. Total überreizt und verausgabt.


    Die Ärzte ratlos, da sie das Muster meiner Probleme in keine der ihnen bekannten "Schubladen" stecke konnten.


    Die Diagnose kam dann eher unvermittelt und zufällig, da mein Sohn den selben Weg ein schlug wie ich und ich ihm helfen wollte, nicht alles durcheben zu müssen, was ich durchleben musste.

    Wie hatten fast zeitgleich die Diagnose F90 bekommen.


    Heute kann mich kaum noch etwas überraschen, was mit unseren "Besonderheiten" zu tun hat, da sich mein Bücherregal unter Fachbüchern über ADHS "biegt".

    Ich tausche mich regelmäßig mit anderen Betroffenen aus und lerne (leider erst sehr spät) mit mir selbst klar zu kommen.

    Alkohol brauche ich nicht mehr und Nikotin fand ich zum Glück schon immer eklig, was mich wohl vor einer schwarten Lunge bewahrt hat.


    Was ist mit Euch?

    Wie lebt es sich mit ADHS, wenn man langsam grau wird oder die Haare schon vor Jahren "dem wachsenden Geist gewichen" sind.

  • Da ist nicht's hinzuzufügen!! prima geschrieben!! geteiltes Leid ist halbes "Leid"!! Da sage ich nur, habe meine Diagnose mit 43 bekomnen. Da wird schnell alles klar! Eine Diagnose kann echt eine Erleichterung sein!!